Basmati

Basmati

Basmati ist ein aromatischer, langkörniger Reis, der sehr gern als Beilage in der asiatischen Küche genutzt wird und den zu Kochen ein Reizthema unter Köchen ist.

Basmati ist für mich so der Inbegriff von Reis. Früher, als ich noch keine Ahnung hatte, habe ich Kochbeutelreis für die raffinierteste Erfindung gehalten. Anderen Reis gab es nicht. Dann entdeckte ich die asiatische Küche und mit ihr tauchten in den Regalen der Supermärkte plötzlich andere Reissorten auf. Darunter befand sich auch der Basmati-Reis. Und seit seiner Entdeckung ist Basmati ein sehr gern gesehener Begleiter bei meinen kulinarischen Streifzügen.

Basmatipflanze
Basmati im Originalzustand (Bild: IRRI)

Basmati kommt eigentlich aus Afghanistan. Wußtest du das? Diverse Randbezirke Afghanistans haben Anschluss an den Himalaya gefunden. Dieses Bergland ist prädestiniert für den Reisanbau. Damit dürfte auch dem unbedarftesten Leser klar sein, dass es sich bei Reis um eine Pflanze handelt. Wegen dem Anbau. Reis im Allgemeinen und Basmati im Besonderen fallen nicht vom Himmel und werden nicht durch Bergbau oder Schürfen gewonnen. Aber woher weiß man jetzt, dass man aromatischen, langkörnigen Basmati-Reis vor sich hat? Ich weiß es seit eben: “Basmati-Körner sind mindestens 6,5mm lang. Außerdem muss Basmati auf der Verpackung stehen.” Extrem schlau, oder? Außerdem muss der Basmati dem Code of Practice on Basmati (PDF) entsprechen und darf nur maximal 7 Prozent Fremdreis enthalten.

Basmati wird üblicherweise als Beilage zu asiatischen Gerichten gereicht und eignet sich in der orientalischen Küche eigentlich für alles. Der Clou ist dabei die Zubereitung des Basmati. Und ich möchte dir an dieser Stelle erzählen wie ich das mache. Auch wenn ich vermutlich riskiere, dass ich dafür virtuell gekielholt und gefedert werde. Denn über die korrekte Art und Weise des Basmati-Kochens läßt sich vortrefflich streiten.

Basmati-Reis richtig kochen – Anleitung!

Für 5 Personen nehme ich ca. anderthalb Tassen Basmati. Dabei muss ich anmerken, dass es dabei auf die Tasse ankommt. Ich meine als Basmati-Messgerät diese Kaffeetöpfe, die sich bei uns zuhauf befinden, weil wir gern aus Töpfen Kaffee trinken. Ich fülle also eineinhalb Tassen Kaffee Basmati und kippe den Reis in einen Topf. Dann gieße ich 2-2,5mal soviel Wasser dazu. Das Abmessen der Wassermenge ist sehr einfach, wenn man weiß wie: Man benutzt die gleiche Tasse zum Wassermengenmessen wie zum Reismessen. (Wahnsinnstipp!) Dann gebe ich ca. einen halben Teelöffel Salz dazu. Idealerweise wegen der regionalen Zusammenhänge natürlich Himalayasalz. Mittels starker Energiezufuhr wird der Topfinhalt zum Kochen gebracht. Ohne Deckel drauf! Und während alles hübsch kocht und dabei Wasser verdampft achten wir auf den Moment, an dem die ersten Reiskörner oben aus der Wasseroberfläche herausgucken. Das ist der entscheidende Moment! Jetzt reduziert man die Energie auf ein Minimum, haut noch einen EL Butter in den Topf und schließt den Basmati-Topf mit einem Deckel. Dieses Arrangement bleibt jetzt für die kommenden 20min sich selbst überlassen. Genug Zeit um irgendwas Essbares zum Basmati dazu zu kochen.
Das war’s auch schon mit der Basmatiweisheit. Der Kniff ist, mit dem Kochen das Basmati so anzufangen, dass er gleichzeitig wie der Rest des Essens fertig wird. Plane also summa summarum so 25min ein …

Ich habe festgestellt, dass sich der Geschmack des Basmati noch etwas pimpen läßt. Für Kinder ist es offenbar (narr)nahrhafter, wenn man noch einen TL Gemüsebrühe gleich am Anfang mit zum Kochen dazu wirft. Geschmacklich haut das zwar den urtümlichen Reisgeschmack in Stücke, aber trotzdem schmeckt’s. Auch Kindern, denen Reis oftmals zu “fad” ist. Es sei denn, sie dürfen Ketchup darüber kippen. Da kennen Kinder auch bei Basmati keine Gnade!

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