One-Pot-Pasta mit Broccoli und Spitzpaprika im Onepot

One-Pot-Pasta mit Broccoli und Spitzpaprika im Onepot

Yeah – One-Pot-Pasta im Onepot Multikocher kochen. Als neugieriger Neubesitzer eines Onepots giert man natürlich nach einem schnellen und einfachen Einsteigerrezept. Zusammenbauen wie bei IKEA muss man heutzutage ein Kochgerät nicht mehr. Auspacken, einschalten, loslegen. So mag ich das. Ok – ein wenig Vorglühen braucht so ein Onepot schon und – unter uns gesagt – man sollte der Anleitung folgen und dabei das Fenster öffnen. Es riecht schon etwas müffelig, wenn man den Multikocher erstmal in Betrieb nimmt. Aber dann kommt die große Frage: Was koche ich denn jetzt schönes?

Als Neuling orientierte ich mich zunächst mal an bestehenden Rezepten. Das Handbuch zum Onepot geizt mit derlei Dingen komplett, doch die Onepot-Homepage bietet schon eine gute kleine Auswahl. Die Rezepte lesen sich zwar wie von einem angehenden Literaturpreisträger geschrieben, aber es ist ja auch nicht jedermanns Ding, so herumzusülzen wie ich. Mein erstes Rezept für den Multikocher musste ein entscheidendes Kriterium erfüllen: es musste vegan sein. Ein veganes Multikocher-Rezept fand ich dann auch recht schnell: One Pot Spaghetti mit Brokkoli. Das sieht gut aus, braucht nicht so viel Zeug und geht angeblich 9min – reine Kochzeit. Der Entschluss, genau dies zu probieren, war gefasst.

Zur kurzen Version des Rezepts geht es hier entlang

Wie es sich für ein normales One-Pot-Pasta-Rezept gehört besteht das Gros der Arbeiten darin, das Gemüse zurecht zu biegen, Brühe herzustellen, alles in den Onepot zu kippen und den dann gescheit zu programmieren. Kann ja nicht so schwer sein, dachte ich. Und doch sollte einiges anders laufen, als erwartet.

Roter Spitzpaprika
Spitzpaprika – hier in der roten Variante. Hatten wir nicht. Stattdessen nahm ich weißen Spitzpaprika und schnitt für die Optik noch eine normale rote Paprika in feine Streifen.

Das Rezept auf der Onepot-Seite ist für 4 Personen ausgelegt. Im Nachhinein muss ich sagen, dass es vier schwache Esser sein müssen. Fünf Personen, wie wir sie hier sind, würden davon nicht annähern satt werden. Mir schwante schon so etwas und so “optimierte” ich die Beigaben. Statt der 300g Spaghetti griff ich zu einer kompletten Packung: 500g. Statt der 100g Broccoli nahm ich fast einen ganzen. Ich hätte ja den ganzen genommen, aber meine Tochter wollte sich genauer an die Rezeptvorgaben halten und hatte wegen der Spaghetti bereits fast das Maximum der Kompromissbereitschaft erreicht. Ich rang ihr ca. 300g Broccoli ab. Ich hatte auch keine roten Spitzpaprika mehr bekommen, sondern die hellen. Und eine rote, normale Paprikaschote. Für das Rezept verwendete ich die rote Paprika, sowie zwei Spitzpaprika. Ich duldete an der Stelle keinen Widerstand, weil ich die Familie ja satt bekommen musste.

Rezept: One-Pot-Pasta für den Onepot vorbereiten

Im Wesentlich besteht das Prozedere aus dem Waschen und Teilen des Broccoli, dem Ausweiden und Zerkleinern der Paprika-Schoten, dem Herstellen von etwas Brühe und dem Zerkleinern des Knoblauchs. Alles kein Hexenwerk, wenn man mit einem Kochmesser, einem Schneidebrett und einem Wasserkocher nebst Messbecher arbeitet.

Das erste Mal stutzte ich beim Versuch, die Spaghetti in den Topf des Onepot zu werfen. Spaghetti, wie man sie im Laden bekommt, passen nicht komplett in den Onepot. Vielmehr müssen sie ca. halbiert werden. Dachte ich und tat so. Alles andere aus dem Rezept wanderte ziemlich problemlos in den Topf und es sollte losgehen.

Mooooment mal. Ich sollte lt. Rezept das Mixpaddel einsetzen. Ich tat wie mir geheißen und setzte das Mixpaddel in den Deckel ein, um anschließend den Topf nicht mal annähernd schließen zu können. Nach etwas Gehirnjogging bildete ich mit den Fingern eine mixpaddel-gerechte Schneise und schloss behutsam den Deckel: er ging zu.

Meine Tochter begann bereits mit der Programmierarbeit und versuchte auf dem großen Display die Anzeige “Pasta” zu erreichen. Das geht über einen Knopf, der fortwährend gedrückt werden muss, wobei das Menü von Punkt zu Punkt hüpft. Einfach, aber … wenn man zu weit drückt muss man wieder von vorn anfangen. An dieser Stelle ist also mehr Konzentration gefragt, als zunächst angenommen. Wir suchten nach einer rückwärts gerichteten Auswahlmöglichkeit, fanden aber keine. Es gibt sie nicht. Bei der Größe des Menüs und bei der Notwendigkeit eines “hinteren Programmpunkts” ist das … etwas nervig.

Schließlich hatten wir das Pasta-Programm aktiviert; ich fand sogar heraus, wie man die Zeit auf 9min einstellt. START! [Ich gestehe an dieser Stelle, dass ich im Vorfeld das Onepot-Handbuch nicht auswendig gelernt, sondern nur überfliegend durchblättert hatte. Ich versuche es immer wieder mit Intuition. :) ]

Der Onepot kocht Pasta

Als erstes schoben sich vorwitzige Nudelspitzen unter dem Deckel heraus. Oha – entfuhr es mir. Ich hatte vermutlich das Gerät überladen. 500g halbierte, starre Spaghetti, welche von einem unflexiblen Mixpaddel im Topf umeinandergeschoben werden. Ja, wo sollen sie denn hin? Ich riss mich zusammen, schubste die Spitzen wieder in den Topf zurück und ließ ihn machen. Das Paddel drehte sich und kehrte das unterste zu oberst und umgekehrt. Das Paddel dreht sich dabei gemächlich mit einer fast zen-artigen Gleichmäßigkeit. Ein beruhigender Anblick. Indes wurden die Spaghetti weicher und alles flutschte unter der verhangenen Glashaube unsichtbar durch. Der Onepot kochte. Die Zeit aber lief nicht weiter. Sie stand nach wie vor auf 9min. Ich habe nicht aufgepasst, aber irgendwann ging der Countdown dann doch los. Klaro – erst wenn die Kochtemperatur erreicht ist, beginnt die Kochzeit. Ist wie beim Schnellkochtopf und den Garstufen.

Nach 9 Minuten tutete der Onepot pflichtbewußt und voller Stolz. Der Pot ging brav in den Warmhaltemodus über. Ich wartete ein, zwei Minuten und … öffnete den Onepot.

Leider habe ich kein Bild gemacht, aber es sah erstaunlich lustig aus, wie sich ca. die Hälfte der Spaghetti um das Mixpaddel gewickelt hatte und dieses auch nur widerstrebend freigab. Nachdem ich das Mixpaddel befreit hatte, und alle Spaghetti im Topf lagerten, rührte ich den Inhalt vorsichtig um und … das Innere sah richtig gut nach One-Pot-Pasta aus. Yeah!

Ich schmeckte kurz ab und … stellte fest, dass wir unseligen das Öl vergessen hatten. “Du solltest doch das Öl reinkippen!” – “Nein, du hast gesagt, du machst das.” – Da haben wir es mal wieder: viele Köche … und so. Trotzdem:

Essen fertig!

Ich hatte vorsichtig gewürzt, und wir mussten etwas mit Salz und Pfeffer nachhelfen. Aber ansonsten: gut. Das Gemüse war weich, fast schon zu weich. Die Spaghetti waren gut: nicht mehr al dente, aber noch nicht zerkocht. Einziges störendes Element waren zusammengeklebte, leicht angebrannte Nudelballen, die wir aber auf das fehlende Öl zurückführen. Also unser Fehler und nicht einer des Onepots.

Von der Menge her muss ich sagen, dass wir satt wurden und nur eine kleine Schüssel von der One-Pot-Pasta übrig blieb.

Fazit: Pasta kochen geht einfach mit dem Onepot. Das Onepot-Rezept ist eher ausgelegt für einige schwache Esser oder weniger starke Esser. Das Mixpaddel sorgt dafür, dass bereits alles gut vermischt aus dem Topf kommt. Die Kochzeit ist fast optimal eingestellt. Alles in allem ein Pluspunkt für den Onepot, denn bis auf die wenigen Vorarbeiten musste ich mich um nichts kümmern.

One-Pot-Pasta mit Broccoli und Spitzpaprika

12. März 2018
: Für 5 Personen reicht die Menge ziemlich genau.
: 5 min
: 10 min
: 15 min
: leicht

Sind die Vorarbeiten einmal getan, gelingt dieses One-Pot-Pasta wie von selbst.

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Ingredients
  • 500 g Spaghetti
  • 300 g Brokkoli
  • 1l kochendes Wasser
  • 50 ml Olivenöl
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 3 Stk. Spitzpaprika
  • 1 EL Oregano
  • Salz
  • Pfeffer
Directions
  • Step 1 Gemüse putzen, waschen, klein schneiden
  • Step 2 Alle Zutaten in den Onepot geben. Spaghetti halbieren!
  • Step 3 Mixpaddel einsetzen
  • Step 4 Onepot schließen und Programm “Pasta” wählen und aktivieren
  • Step 5 Nach 2-3min beginnt der Countdown.
  • Step 6 Servieren.


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