Bohneneintopf im Schnellkochtopf

Bohneneintopf im Schnellkochtopf

Als Kind verabscheut, mit der Zeit lieben gelernt und am Alter verehrt. Ok, ok – Alter ist relativ. Aber in dem Maße, wie ich in meiner Jugend beim Anblick von Bohneneintopf schreiend davongerannt bin, liebe ich diesen Eintopf nun über alles. Und der Schnellkochtopf bietet mir die Möglichkeit diese leckere Suppe schnell und unkompliziert herzustellen. Zusammen mit einem guten Stück Kochfleisch für die Brühe und die Fleischeinlage garantiert Ihnen dieses Rezept eine billige und sehr gut schmeckende Mahlzeit.

Bei diesem Bohneneintopf-Rezept werden grüne Bohnen verwendet. Dies sei der Vollständigkeit halber gleich mit vorweg geschickt.

Die Zutaten

  • 500g Suppenfleisch
  • 1 Beutel grüne TK-Bohnen (kurz)
  • 2 Wacholderbeeren
  • 3 Pfefferkörner
  • 2 Pimentkörner
  • 1 Nelke
  • 2 Lorbeerblätter
  • 7-8 Kartoffeln
  • 1 Bund Suppengrün
  • 1 Zwiebel
  • Gemüsebrühe
  • Salz, Pfeffer
  • 1 – 2EL Bohnenkraut
  • Vorbereitung:
  • Kochzeit:

Haben Sie die Zutaten beisammen? Dann gehts nun los:

Zunächst bereiten wir die kräftige Brühe zu. Dazu benutzen Sie am Besten den Siebeinsatz von Ihrem Schnellkochtopf. Waschen Sie das Fleisch ab und befördern Sie es in das Sieb. Ordnen Sie die Pfefferkörner, Pimentkörner, Wacholderbeeren und das Lorbeerblatt nach Ihrem künstlerischen Empfinden dazu. Legen Sie dabei keine allzugroße Sorgfalt an den Tag – der Brühe ist es letztlich egal. So Sie es noch nicht getan haben, versenken Sie nun den Einsatz im Schnellkochtopf.

Widmen wir uns noch dem Suppengrün. und der Zwiebel. Die Zwiebel wird grob von welkem Unrat befreit und dann gewaschen in den Topf geworfen. Sollten Sie als aufmerksamer Koch nun das komplette Schälen und Kleinschneiden der Zwiebel vermissen – das ist kein Fehler, wir brauchen es einfach nicht zu tun.

Die Karotten werden gesäubert und ebenfalls ganz oder lediglich halbiert in den Topf geschmissen. Die Sellerie wird geschält, gewaschen und – Sie ahnen es bestimmt – in den Topf geworfen. Genau. Vom Lauch entfernen wir die welken Blätter, spülen ihn penibel durch und hauen ihn auch in den Topf. Jetzt kommt Wasser ins Spiel. Lassen Sie soviel Wasser in den Topf, dass das Fleisch sich gut 2cm unter der Wasseroberfläche befindet. Deckel drauf, Schnellkochtopf hermetisch schließen und ab auf den Herd. Geben Sie ihm Energie!

Für ca. 30min haben Sie nun keine Freizeit. Haha.

Schälen Sie die Kartoffeln, waschen Sie die Erdäpfel und verwandeln Sie die nackten Etwasse in kleine Würfel mit ca. 1cm Kantenlänge.

Optimalerweise haben Sie nun bis zum Erreichen der 30min-Marke Freizeit. Im anderen Fall sollten Sie mit Erklingen des 30min-Gongs fertig geworden sein.
Nehmen Sie den Schnellkochtopf von der heißen Herdplatte und lassen Sie den Druck ab. Öffnen Sie den Topf – hmmmmm – was für ein Duft! Unter Zuhilfenahme zweier Gabeln (so mache ich das immer) angeln Sie nun das Sieb raus. Die eine Gabel schnapppt sich den Henkel, mit der anderen gabel fixiere ich das Sieb so, dass mir nicht alles in den Topf fällt. Wenn Sie nen besseren Tipp haben: schreiben Sie mir! Das Sieb tropft ab und dann stellen Sie es auf einen tiefen Teller, damit die restliche Brühe nicht sinnfrei in der Küche rumfließt.

Idealerweise sind alle Gewürzkörner im Sieb verblieben. In der Realität ist mindestens ein Korn heruasgeschappt und irrt nun in der Brühe umher. Ich hasse das! Aber Haß befördert das Gewürzkorn auch nicht aus der Brühe. Also spiele ich immer das nette Spiel: Fang mich! Mit einer Schöpfkelle oder mit einem großen Löffel. Und das mache ich solange, bis ich ziemlich sicher bin, dass kein Korn mehr im Topf ist. Der Powerusertipp ist natürlich: die Brühe durch ein Sieb in einen anderen Topf gießen. Aber wer wäscht das dann alles ab? Außerdem ist das was für Warmduscher.

Das Kochfleisch wird mit einem scharfen Messer in mundgerechte Stücke geschnitten und zurück in die Brühe gekippt. Die Kartoffelwürfel und die Bohnen gesellen sich dazu. Füllen Sie den Schnellkochtopf bis auf 2 Drittel mit Wasser auf. Das dürfte aber mehr allzuviel sein. Streuen Sie ca. 1EL Bohnenkraut dazu, schließen Sie den Schnellkochtopf wieder und setzen Sie ihn unter Druck. Wenn der Druck aufgebaut ist, lassen Sie das Ganze bei weniger Energiezufuhr für 12-15min kochen.

Wir sind fast fertig!

Sobald der Druck sich sonstwohin verflüchtigt hat und Sie den Topf öffnen können, gehts ans Würzen. Hier gilt wie eimmer: Vorsicht ist die Grundlage einer erfolgreichen Eintopfherstellung. Grob gesagt können Sie aber ruhigen Gewissens einen EL Salz, 1EL Gemüsebrühe und etwas Pfeffer einstreuen. Verrühren Sie alles und kosten Sie. Der Moment der Wahrheit. Oder ein gutes Stückchen davor. Würzen Sie vorsichtig weiter, bis Ihre Geschmacksnerven mit der Zunge schnalzen.

Essen ist fertig!

Dazu reichen Sie Brot. (Brauche ich nie, aber der Rest der Familie schreit danach.)
Noch ein Tipp für alle die es sauer mögen (so wie ich): In den gefüllten Teller können Sie noch 1EL Essig geben. Das gibt der Suppe ein unvergleichliches Geschmackserlebnis. Wie gesagt: wenn Sie es säuerlich mögen!



6 Kommentar(e) zu “Bohneneintopf im Schnellkochtopf”

  • Also der Bohneneintopf ist ne Wucht und da mit dem Würzen reicht für mich schon im Grundrezept. Leider steht nicht geschrieben 2 mit dem mitgekochten Suppengrün passiert…. Entsorgen tut mir ein wenig in der Seele weh weil Essen wegwerfen mir schon von meiner Mutter als nicht gut beigebracht wurde

  • Hallo, ich würde das Rezept gern ausprobieren, könntest du die Zutatenliste wieder hinzufügen? Danke, bin gespannt!!!
    Gruß, Nina

  • Hallo Nicole,
    es handelt sich um grüne Bohnen! In der Tat hat sich mir diese Frage nie gestellt. Das hat aber nichts damit zu tun, dass du dich als Depp fühlen solltest. Es ist mein Versehen, dies nicht expilizit erwähnt zu haben.
    Ich mag zwar auch weiße Bohnen, aber die bereite ich anders zu. 🙂

    Viele Grüße vom Bodensee
    Jörg

  • Das Rezept steht jetzt seit 5 Jahren hier – anscheinend bin ich der einzige Depp der es nicht kapiert. Oder Vielleicht habe ich die Info nur überlesen, aber sprechen wir bei diesem Rezept von weißen oder grünen Bohnen?

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