Schweinekamm im Schnellkochtopf

Schweinekamm im Schnellkochtopf

Neulich vor Wochen postete Markus in der Facebook-Gruppe “Ich liebe meinen Schnellkochtopf” ein Bild von einem Kasslernackenbraten, welchen er im Schnellkochtopf zubereitet hatte. Das “Rezept” war sehr kurz und lässt sich mehr oder weniger so zusammenfassen: Salzen. Dann in den Schnellkochtopf werfen, in welchem vorher a bisserl Zwiebel und Knoblauch angebraten wurde, Brühe dazu und Deckel zu. Nach 45min sollte aus diese irrsinnigen Menge an Instruktionen ein schmackhafter Braten entstanden sein.
Ich war entzückt von dieser durch und durch bequemen Art der Zubereitung. Ich nahm mir vor, dieses Rezept auszuprobieren und bekam vor zwei Wochen die Gelegenheit dazu. Ich weiß gar nicht mehr, was der vegetarisch/vegane Teil der Familien aß, aber ich futterte mit Hingabe den Braten. Das weiß ich noch!

Rezept für Schweinekamm im Schnellkochtopf

Die Zutaten

  • 1 Stück Schweinekamm (ca. 1,3kg)
  • 2 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • Salz
  • Fleischbrühe
  • Vorbereitung:
  • Kochzeit:
.
Schweinekamm im Schnelkochtopf
Total einfach und ohne viel Aufwand: Schweinekamm im Schnelkochtopf (Foto: pixabay.com)
Gut – in den Zutaten habe die Beilagen mal weggelassen. Du kannst z.B. Kartoffeln dazu machen! Oder Kartoffelknödel – wie wir.

Alles in allem ist der materielle Aufwand sehr bescheiden. Die Größe des Schnellkochtopfs habe ich nicht umsonst angegeben, denn ich war im Nachgang froh ein 6l-Modell zu haben, in welches der Fleischberg hineinpasste!

Du widmest dich zunächst den Zwiebeln und dem Knoblauch, welche du schälst und mit einem Gemüsemesser grob zerteilst. Du musst wirklich kein Meisterschnibbler sein – die Teile zerkochen eh im Schnellkochtopf. Also einfach die runden Formen in grobe eckige konvertieren.
Im Schnellkochtopf zerlässt du etwas Butter und schüttest das Zwiebel/Knoblauch-Klein dazu. Brutzel das Zeuch richtig an und wenn es braun wird, löscht du mit ca. 500ml Wasser ab. In das Wasser löffelst du dann einen gehäuften EL Fleischbrühe (instant) dazu. (Alternativvorschlag: Bereite die 500ml Brühe vorher zu, dann kannst du diese noch vor der Schüttung probieren und abstimmen. Sie sollte kräftig sein!)

Schnappe dir das Fleisch, wasche es sauber und tupfe es mit Küchenkrepp kurz ab. Dann bewirf es von allen Seiten üppig mit Salz. Ich habe so eine große Streudose “Himalaysa-Salz” im Schrank gefunden und schwenkte übermütig damit über das Fleisch. Über das genaue Maß kann ich nur mutmaßen. Waren es ein oder zwei Eßlöffel Salz? Viel mehr aber nicht! Doch das ist reine Spekulation. Das nächste mal simuliere ich einen gedanklichen Fleischklotz und salze diesen, um anschließend die dadurch aus der Streudose entnommene Menge Salz zu messen! Versprochen.

Du stellst den Siebeinsatz in den Schnellkochtopf und drappierst das Fleisch darin. Das Fleisch wird – wenn überhaupt – nur knapp mit der Brühe in Berührung kommen. Das bedeutet, dass das Fleisch lediglich im heißen Dampf garen wird!

Deckel drauf und volle Schnellkochtopfkraft voraus. Garstufe 2, zweiter Stift – das bedeutet nichts weiter als maximale Schnellkochenergie. Für 45-50min kannst du dich jetzt schönen Dingen widmen oder die Beilagen vorbereiten und Kochen (Kartoffeln brauchen 20min! Du musst aber die Schäl- und Waschzeit dazurechnen!)

Nach der Zeit lässt du den Schnellkochtopf selbst abdampfen. Danach öffne den Schnellkochtopf …

Es riecht wie im Bratenhimmel. Nimm das Fleisch heraus (und den Siebeinsatz!) und säbele die Knochen vom Fleisch. Du nimmst dafür ein scharfes Fleischmesser! Die Knochen kannst du entweder selbst abnagen oder einem zufällig vorbeistreunenden Hund schenken.

Die Soße dickst du mit etwas Mehl an und schmeckst sie noch mit Pfeffer ab. Salz wirst du keines brauchen.

Was soll ich sagen: Ich habe mit Freuden die Soße gelöffelt, das Fleisch gefuttert! Ob mit oder ohne Kartoffelknödel – das war mir egal. Es schmeckte einfach gut! Das Rezept ist so simple und so wenig aufwändig, dass ich mich wundere, nicht schon früher etwas vergleichbares probiert zu haben. Insofern danke ich oben erwähnten Markus von Herzen, dass er dieses Schnellkochtopf-Rezept geteilt hat.

Das einzige Problem an der Sache ist – du ahnst es vielleicht schon -, dass ich über alle den Genuß das Foto vergessen habe. Wie (fast) immer. Das Bild da oben ist nur ein Platzhalter. 🙂



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