Schnellkochtopf-Gulasch – die ZackZack-Variante.

Ein Schnellkochtopf gehört zur Grundausstattung der modernen Küche. In einem muss ich Jörg vorbehaltlos Recht geben: ein Schnellkochtopf ist eine Anschaffung fürs Leben, da sollte man nicht knausern. Wer zum Billigprodukt des Discounters greift, lernt spätestens bei der Suche nach einem Ersatzgummiring die Bedeutung des alten DDR-Wirtschaftsmottos kennen: Sparen, koste es, was es wolle. Produkte namhafter Hersteller bieten nicht nur eine Gewähr, auch in 10 Jahren noch Ersatzgummis zu bekommen, oft werden auch Griffe und Ventile als Ersatzteile angeboten, falls da mal was kaputt geht.

Gulasch

Wir kochen täglich frisch für 5 Personen, und eines der meistgekochten Gerichte ist neben Hühnersuppe mit Reis der Gulasch.
Jörg hat die ausführliche Luxusversion vorgestellt, ich möchte mal die Zack-Zack-Variante für die tägliche Küche beschreiben.
Nehmen wir erst die Zutaten:

  • 500 gr Gulaschfleisch (Schwein oder gemischt), in mundgerechte Stücken geschnitten
  • 1 Zwiebel, würfelig geschnitten
  • 1 l Wasser
  • 6 Teel. Gulaschgewürz
  • 2 Essl. Gulaschpaste
  • 2 Teel. Pilzpulver
  • 1 Teel. Bautz’ner Senf

Natürlich ist es richtig, Zwiebeln und Fleisch erst anzubraten, aber meist schmeißen wir alles so in den Topf, Deckel drauf, 30 – 45 Minuten auf dem zweiten Ring und fertig, dann nur noch eventuell etwas nachsalzen.
Ein Liter Wasser klingt vielleicht viel, aber irgendwie wird das schon alle. Etwas für den kleinen Hunger ist auch, Kartoffeln aus dem Glas, Kuko-Reis oder einfach Butterbrot und dazu Gulaschsoße. Darum haben wir auch immer was eingefroren da.

Der Gag sind die Zutaten, darum dazu einige Anmerkungen:

Zwiebel

Ich habe mal eine Weile geschnittene Feinfrostzwiebel genommen. Allerdings versteckt sich der kleine Karton im Tiefkühlfach immer hinter den Pommes, und nach der ersten Entnahme friert der Rest zu einem Klumpen zusammen, der mühsam mit Axt oder Trennschleifer zerkleinert werden muss, ganz abgesehen von den kleinen Zwiebelstücken, die sich mit Zeit am Boden des Tiefkühlfachs ansammeln. Da geht es mit frischer Zwiebel einfacher und genauso schnell.
Wer noch frischen Knoblauch dazu nehmen will: wenn man anbrät, dann den Knofi erst ganz zum Schluss dazu und nur leicht anschwitzen lassen. Knoblauch wird schnell dunkel und schmeckt dann bitter. Zwiebel und Knoblauch gleich zusammen ist eher ungünstig.

Gulaschgewürz

Das ist nach meiner Ansicht der Punkt, wo sich die persönliche Kreativität austoben kann. Man kann sich eine Mischung selber zusammenstellen oder zu Fertigprodukten greifen. Vom Geschmack her nach meiner Meinung unerreicht ist das original ungarische Pörkölt alap.
Zu unserem Gulasch sagen die Ungarn nämlich Pörkölt, ungarisches Gulyas entspricht eher unserer Gulaschsuppe.
Der Fernsehkoch empfiehlt manchmal, Gewürze in heißem Öl anzubraten, um den Geschmack zu intensivieren. Paprikapulver (und damit Gulaschgewürz) ist dafür nicht geeignet, das wird bitter, man kann allerdings das Fleisch beim Anbraten damit überstäuben, das bindet etwas den austretenden Fleischsaft.

Gulaschpaste

Gulaschpaste verbessert den Geschmack und gibt der Soße etwas Sämigkeit ohne spezielle Bindungsmittel.
Die gibt es aus Ungarn (im selben Shop wie das Gewürz), enthält allerdings Geschmacksverstärker, was mir nicht gefällt. Eine Weile habe ich Tomatenmark und Paprikamark aus der Tube genommen, zur Zeit greife ich zum Puszta-Ketchup von Born.

Pilzpulver

Das Pilzpulver dient zur Abrundung, das verwende ich sehr gerne, sozusagen als Ersatz für das sonst allgegenwärtige Glutamat. Ich stelle es selber her, indem ich “Pilzmischung für Funghi-Risotto” von Wagner (Butterpilze, Champignons, Austernseitlinge, Herbsttrompeten; 100 gr 2,99 €) im Standmixer zerkleinere.

Bautz’ner Senf

Eine der wenigen Sachen, die preiswert und gut sind, und das sage ich nicht deswegen, weil ich aus Bautzen komme.


Vielen Dank an Matthias für diesen sehr informativen Artikel zum Gulasch, der nicht nur im Schnellkochtopf zubereitet immer ein sehr leckeres Essen ist.

Sie haben ebenfalls eine Idee für einen Gastartikel hier auf Schnellkochtopf-Rezept.de? Kontaktieren Sie mich einfach und schreiben Sie mir kurz Ihre Idee.



2 Kommentar(e) zu “Schnellkochtopf-Gulasch – die ZackZack-Variante.”

  • Hallo Katja,
    steht GR für “Griechenland” oder “Görlitz”? 😉
    Wie bereitet ihr denn das Rindfleisch im eurem Schnellkochtopf (welchen eigentlich, wenn ich neugierig sein darf) zu?
    Viele Grüße vom Bodensee
    Jörg

  • Ich würde Ihnen gerne mitteilen, wie wir in GR leckeres Rindfleisch im Schnellkochtopf zubereiten.
    Freundliche Grüße
    Katja

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