Paprika richtig schneiden – So machst du es einfach richtig.

Paprika richtig schneiden – So machst du es einfach richtig.

Neulich sass ich gemütlich vor der Kiste und zwitscherte so in der Twitterwelt herum. Dabei stolperte ich über einige Kochvideos, die erstens recht lustig anzusehen sind und zweitens, mir den einen oder anderen Kniff offenbaren. Man kann ja immer etwas lernen. Auch als Schnellkochtopfkoch weiß ich, dass vor dem finalen Kochgang immer diese zeitraubenden Vorbereitungstätigkeiten erledigt werden müssen. Ich denke da insbesondere an das beliebte Kartoffelschälen oder das Zwiebel schneiden oder das Probieren des richtigen Weins.

Recht häufig muss ich auch Paprikas verarbeiten. Es hat sich im Laufe der kulinarischen Entwicklungen auf diesem Planeten durchgesetzt, Paprikas nicht einfach so als ganze Früchte in Töpfe zu werfen. Oder in Pfannen. Vielmehr können aufmerksame Esser beobachten, dass Paprikagemüse normalerweise in kleinen Würfelchen, in großen Stücken oder in Streifen zubereitet wird. Das kommt auf die Vorlieben des Kochs und auf das Gericht an. In Salaten bspw. werden sehr gern dünne Paprikastreifen verwendet. In Gulaschsuppe andererseits nehme ich gern Paprika in der “kleine Würfelchen”-Form. Ich kenne auch Mitbürger, welche hier die etwas größeren Stücke bevorzugen. Ich stehe mehr auf die kleinen, feinen Paprikastückchen.

Und dann gibt es ja noch ausgewählte Gerichte, deren Grundbestandteil weitgehend ganze Paprikas sind. Gefüllte Paprikaschoten werden ausschließlich in ganzen Paprikas zubereitet.

Wie du erkennst, sind die Anwendungsgebiete der gemeinen Paprika in der Küchenkunst breit gefächert.

Paprika richtig schneiden.
Eine Paprikaschote ausweiden und in kleine Stücke zu schneiden ist einfacher als man denkt.

Eine Gemeinsamkeit haben alle Zubereitungsarten: Die Paprika muss vorher “ausgeweidet” werden, wenn ich kurz mal in den Jagdjargon abdriften darf. Mir gefällt die Anwendung des Wortes “ausweiden” im Zusammenhang mit der Paprika einfach zu gut. “Ausschlachten” geht auch. Ich bevorzuge inzwischen eine bestimmte Art und Weise des “ausschlachtens”.

Wie du weißt, besteht die Paprika im Inneren nicht aus einem vollständig hohlen Hohlraum. Die Natur hat sich bestimmt einen Jux gemacht, als sie der Paprika ein nettes Innenleben in Form von vielen kleinen Samenkörnchen verpaßt hat. Ich möchte fast Wetten abschließen, dass Mutter Natur sich heute noch vor Lachen schier ausschüttet, wenn Köche die Paprika-Innereien fluchend zu Biomüll verarbeiten, indem sie die Körnchen aus der Paprika herauspuhlen. Oder heraussprengen!

Viele Köche säbeln einfach an der Seite herunter. Geschickterweise machen sie das ohne Berührung des Kerngewebes. (Ich habe eben nachgeschaut: das heißt bei der Paprika wirklich Plazenta!). Der Koch erspart sich das lästige Ausweiden der Paprika. Er benötigt vielleicht keine ursprünglich erhaltene Paprikaschote, sondern kleine Paprikawürfelchen. Und er braucht vielleicht nicht die komplette Schote, sondern nur einen Teil der Paprika.

In dem Fall finde ich die Art und Weise der Paprikastückchengewinnung sehr gut. Muss ich mir merken. Und ausprobieren! Ich muss mir nur überlegen, dass ich mit dem restlichen Paprikafruchtfleisch anfangen soll. Und wie ich die Kerne davon extrahiere. Ich benutze eigentlich gern soviel wie möglich von Gemüse oder Obst und neige weniger zur Produktion vermeidbaren Biomülls.

Ok. Wie gesagt – die An-der-Seite-herunter-säbel-Methode finde ich schon recht spannend. Sie ist aber nicht identisch mit meiner bevorzugten Methode. Im Gegenteil – ich mache das gewöhnlich ganz anders. Und ich habe mich auf die Suche nach einem Video gemacht, denn ich kann leider selbst keines herstellen. Ich habe keine Videokamera. Leider. (Ein Wink an wohlgesonnene Fans und Sponsoren!)

Bei meinen Recherchen bin ich auf ein Video gestoßen, welches das Ausweiden einer Paprika genauso beginnt wie ich es mache. Ich jauchzte auf, doch dann stockte mir der Atem als ich mit ansehen mußte, wie der Kollege Paprikaschnitzer sich schier einen abbricht und am Ende noch sagt, wie einfach das war. Das Video habe ich 2010 gefunden! Doch schau selbst:

Das Abschneiden des Paprikabodens beführworte ich auf des Heftigste! Bis dahin und in der Art und Weise wie es geschieht, gehe ich völlig konform. Was danach kommt zieht mir die Fußnägel hoch und ich muss mich überwinden, dass Video hier zu veröffentlichen. Ich tu es trotzdem – als abschreckendes Beispiel.

Es geht natürlich einfacher!

Wie bereits erwähnt schneide ich der Paprika ebenfalls den Boden weg. Ein neugieriger Blick in das offenbarte Innenleben zeigt uns die Paprika in Kammerform. Das Anti-Paprika-Schneide-Video zeigt dies anschaulich.

Und jetzt kommts!

Die perfekte Methode eine Paprikaschote auszuweiden

Für Rechtshänder!

Nimm die Paprika in die linke Hand. Das geschlossene Ende ruht dabei auf deiner Handfläche, die offene Seite zeigt von der Hand weg! (Genauer gehts nun wirklich nimmer.) Mit den Fingern der rechten Hand fährst du nun in die Kammern der Paprika. Jede Kammer nur ein Finger! Bist du drin? Ja? Greife zu und ziehe den ganzen Körnerkörper einfach heraus!

Tadaa!

So einfach ist das.

Ich mache die eigentlich immer über dem Biomüllhaufen oder dem -eimer. So purzeln widerspenstige Körnchen gleich da hin wo sie hingehören und ich kann das unnütze Zeuch aus dem Inneren der Paprika einfach in den Müll fallen lassen. Damit spare ich mir Zeit beim Wegräumen der Abfälle und beim Wiederherstellen der “sauberen Küche” (was zum Kochen dazu gehört!)

Jetzt kann ich die Paprika mit Wasser ausspülen (was letzte Körnchen aus der Paprika wirft) und die pure, reine Paprika nach Lust und Laune weiterverarbeiten.

Ich würde diese Anleitung gern anschaulich per Video darstellen. Daher sei mir der Wink an meine noch nicht vorhandenen Fans und Sponsoren wiederholt. (Wink-Tipp:  Zum Erstellen eines Videos braucht man eine Videokamera! Oder CamCorder!)



11 Kommentar(e) zu “Paprika richtig schneiden – So machst du es einfach richtig.”

  • Huhu Nema,

    immerhin hast du sie gelesen… und vielleicht denkst du ja nächstens beim Paprikaschnippeln mal an uns. 😉

    Viele Grüße

    Daniela

  • Hi nema,
    wenn die Geschichte uninteressant für dich ist, hast du bistmmt eine genialere Methode auf der Pfanne, die Paprika zu entkernen. Lass uns doch einfach daran teilhaben. Du kannst dich ruhig auch knapper fassen, als ich es vermag. 🙂

  • Ich nochmal. ^^

    Die weissen Haeutchen zupfe ich noch vor dem Ausklopfen raus, da haengen auch noch ein paar lose Kernchen dran vom Entfernen es Koernerkoerpers. 😉
    Fiel mir auf, als ich das naechte Mal nach meinem ersten Kommentar Paprika gewuerfelt habe. Und seither denke ich immer mal wieder beim Wuerfeln von Paprika dran, das hier noch zu aendern. 😀

  • Gell, ist die beste Methode. Das mit dem Wasser – ja ich sehe da auch Optimierungspotential. Aber ich spüle die letzten Kernchen einfach ganz gern raus. Vielleicht kontrolliere ich das nächste Mal gezielt, ob die Innenspülung noch notwendig ist, denn “klopfen” tu ich auch. Sind ja auch mitunter anhänglich die weißen Paprika-Innereien.

  • Huhu,

    genau so macht man es und nicht anders. ;o)
    Wobei… ich spare mir das Auswaschen mit Wasser (das vorherige Abwaschen natuerlich nicht ^^). Da ich die Paprika ueber einem Bio-Eimerchen ausweide, halte ich sie nach dem Entfernen des Koernerkoerpers mit der Oeffnung nach unten ueber das Eimerchen und klopfe zwei-, dreimal kraeftig auf die nun obere ‘Seite’ der Paprika. Spart Wasser, die Finger bleiben weitestgehend trocken und es geht schneller. ;o) Nun noch schnell mit den Fingern die weissen Haeutchen rausgezupft (oder nach dem Durchschneiden, wenn die Paprika eng sind ^^) und der Wuerfelei steht nichts mehr im Weg. :o)

    Beste Gruesse,

    Daniela

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