Kartoffelgulasch – Veganes Rezept

Kartoffelgulasch – Veganes Rezept

Es muss selbst für einen Fleischfresser wie mich nicht immer selbiges auf den Tisch. Inzwischen weiß ich auch ein veganes Kartoffelgulasch zu schätzen, denn dieses vegane Essen schmeckt vortrefflich. Ich meine, dass meine Frau irgendwann mal ein Veggie-Rezept für ein Kartoffelgulasch ausgegraben und zubereitet hatte. Seit dem gehört dieser Eintopf zu unserem Standardrepertoire.
Gestern war nun aus Gründen meine Premiere für die Herstellung dieses köstlichen Futters, weshalb ich mich nun auch in der Lage sehe, die Zubereitung auf das genaueste zu beschreiben. Das Rezept ist für 5 Personen ausgelegt, die einen kompletten großen Topf mit Kartoffelgulasch einfach so wegfuttern.

Ich habe ohne Schnellkochtopf gekocht, aber ich denke, dass dieses Rezept auch mit einem Schnellkochtopf funktioniert. Ich probiere das nächste Mal die schnelle Variante aus, wobei ich mir nicht sicher bin, ob ich mit Schnellkochtopf so viel schneller sein werde.

Zur kurzen Version des Rezepts geht es hier entlang

Die Zutaten

  • 1,5kg Kartoffeln
  • 2 Zwiebeln
  • 0,5 Liter Gemüsebrühe
  • 3 Paprikaschoten (rot und gelb)
  • 2 Zehen Knoblauch
  • Pfeffer
  • Salz
  • Paprikapulver, scharf
  • 3 Karotten
  • 300g Champignons
  • Öl (Sonnenblumenöl)
  • Kümmel, Rosmarin, Oregano, Majoran, Lorbeer, Piment, Wacholder, Nelke
  • Senf
  • 1-2 Dosen passierte Tomaten
  • Vorbereitung:
  • Kochzeit:
.
Ich gestehe gleich einmal, dass ich bei der Herstellung des Kartoffelgulaschs wohl einiges “falsch” gemacht habe. Jedenfalls belehrte mich meine Frau mittendrin, dass ich dieses und jenes in der falschen Reihenfolge zubereitet hatte. So muss man bei der rezeptgetreuen Herstellung wohl zuerst Champignons anbraten, dann Paprika dazu kippen, anschließend die Kartoffeln und … Mir hatte dies niemand vorher gesagt, weshalb ich meinen Instinkten folgte und dabei wie folgt vor ging:Das Kartoffelgulasch lebt von den Gewürzen und vom ausgiebigen Anbraten der Gemüse. Deshalb musst du dich bei der Herstellung erst dem Schälen der Kartoffeln widmen. Mit einem Pendelschäler schaffst du mühelos, dich in Trance zu schälen und dabei ganze Kartoffelberge auszuziehen. Jedenfalls geht es mir manchmal so.

Weil ich gerade so schön dabei war, schälte ich gleich noch ein paar Karotten mit, die ich in der Küche fand. Meine Frau war erstaunt darüber, dass ich Karotten verwendet hatte. “Die mussten einfach weg!”, war mein Kommentar. Geschadet haben sie nicht.

Die Kartoffeln und Karotten werden nach der Schälung unter Wasser gereinigt und anschließend in Würfel und Scheibchen geschnitten. Das geht ganz schnell. Ich sammele die Einzelteile immer in einer Abtropfschüssel. Anschließend schnippelte ich die Champignons in Scheiben und stellte sie beiseite. Da waren auch noch die Paprikaschoten. Auch diese wurden flink ausgeweidet und in Stückchen geschnitten. Das geht mit einem Kochmesser echt ratzfatz und mach immer Spaß.

Moment mal .. die Zwiebeln und der Knoblauch fehlen noch. Aber das Ausziehen und Kleinschneiden geht ruckzuck.

Es wird Zeit mit dem Kochen zu beginnen. Ein großer Kochtopf findet sich plötzlich auf dem Herd wieder und wird von unten mit maximaler Energie befeuert, so dass er schnell heiß wird. Dann kippst du gut 3-4 EL Öl in den Topf, welches dort gleich ganz wohl fühlt und bereit für die Zwiebeln ist. Lass die Zwiebeln nicht so lange warten und schütte diese auch in den Topf. In ein, zwei Minuten schaffst du es, dass die Zwiebeln glasig werden, was der ideale Zeitpunkt ist, um die Kartoffeln und Karotten in den Topf zu werfen. Und die braten nun erst einmal. Du musst jetzt unbedingt bei der Sache bleiben und die Energiezufuhr am Herd ein klein wenig runterschrauben. Mitten drin kam mir eine Idee: ich schmuggelte einen TL Senf und je einen halben TL gemahlenen Kümmel und Rosmarin in den Topf. (Gemerkt hat’s keiner!) Du wendest mit dem Kochlöffel immer wieder das ganze Gemisch. Dabei immer schön am Topfboden entlang schaben und dadurch den Bratensatz lösen. Dieses Prozedere treibst du gute 5-8min, bevor du die Paprika dazu gibst und … ach komm … die Pilze fliegen auch gleich mit rein. Und der Knoblauch und ein EL Senf und je ein halber Teelöffel Kümmel (gemahlen) und Rosmarin. Und immer hübsch weiterbrutzeln und wenden.

Ich habe so nach guten 10-15min – als es kaum noch möglich war, den Topfboden satzfrei zu bekommen – einen guten halben Liter heißes Wasser in den Topf gekippt. Das zischt wie Hölle und produziert Dampf ohne Ende. Aber du musst tapfer sein und mit dem Kochlöffel eifrig rühren und am Topfboden herumeiern und so den Satz lösen. Das klingt schwerer als es ist.
Jetzt löffelte ich einen EL Gemüsebrühe dazu, schüttete den zerkleinerten Knoblauch in den Topf und kippte gute 300ml passierte Tomaten in den Topf.

Kochen mit Tomatenzeug? Genau! Ich gab eine gute Prise Zucker dazu. Das funktioniert prächtig. Ich habe mir das in irgendeiner Kochshow mal abgeguckt und kann die enorme Wirkung bestätigen.

Ok … nachdem das ganze Reingekippe den Topfinhalt ziemlich abgekühlt hatte, sollte selbiger inzwischen wieder kochen. Sieh zu, dass der Topfinhalt einmal richtig aufkocht.

Löffel jetzt je einen halben EL von den Kräutern rein und würde schon mal sacht mit Salz. Ich denke mit einem TL Salz kommst du dem Endergebnis schon sehr nahe. Das Feintunig machst du später.

Ich griff zu einem weiteren Kniff und füllte einen Teefilter mit 2 Lorbeerblättern, zwei Pimentkörnen, zwei Wacholderbeeren und einer Nelke. Den Beutel versenkte ich im Topf. Ich hätte auch alles lose reinwerfen können, allerdings wollte ich mir das einzelne rausfischen ersparen. Deshalb der Einsatz des Teefilters.

Tja – eigentlich war’s das auch schon an Aktivitäten. Bedeckel jetzt den Topf, reduziere die Energiezufuhr auf Mittelmaß und lasse das alles für gute 20min vor sich hin köcheln.

Schmecke noch mal mit Salz, Pfeffer und Paprika ab. Wer es scharf mag, hilft mit Chili nach. Bei uns wird’s am Tisch gereicht und wer will kann sich davon nehmen soviel er/sie will.

Dazu passt hervorragend Baguette oder einfach nur Brot.

Fazit: dieses vegane Kartoffelgulasch ist einfach und kostengünstig und schnell zubereitet. Es schmeckt einfach toll und ein Fleischfutterer vermisst nur ganz leicht die urtümlichen Bestandteile eines Gulaschs.
Bei uns wird dieses Gulasch immer wieder mal zubereitet und niemals überlebt irgendwas den ersten Fressgang. Es wird gekämpft und gefuttert bis zur Neige. Und das will schon was heißen. 🙂

Kartoffelgulasch - Veganes Rezept

12. Dezember 2016
: 20 min
: 30 min
: 50 min
: leicht

Dieses vegane Kartoffelgulasch ist einfach und kostengünstig und schnell zubereitet. Es schmeckt einfach toll.

By:

Ingredients
  • 1,5kg Kartoffeln
  • 2 Zwiebeln
  • 0,5 Liter Gemüsebrühe
  • 3 Paprikaschoten (rot und gelb)
  • 2 Zehen Knoblauch
  • Pfeffer
  • Salz
  • Paprikapulver, scharf
  • 3 Karotten
  • 300g Champignons
  • Öl (Sonnenblumenöl)
  • Kümmel, Rosmarin, Oregano, Majoran, Lorbeer, Piment, Wacholder, Nelke
  • Senf
  • 1-2 Dosen passierte Tomaten
Directions
  • Step 1 Kartoffeln und Karotten schälen, waschen und in (mundgerechte) Würfel/Scheiben schneiden
  • Step 2 Zwiebeln und Knoblauch schälen und grob zerkleinern
  • Step 3 Pilze in Scheiben schneiden
  • Step 4 Paprika ausweiden und in kleine Stücke schneiden
  • Step 5 Öl im Topf erhitzen und die Zwiebeln anschwitzen
  • Step 6 Kartoffeln und Karotten in den Topf werfen und bei größerer Hitze gut anbraten
  • Step 7 einen TL Senf, je einen halben TL Kümmel und Rosmarin unterschmuggeln
  • Step 8 Paprika, Pilze und Knobauch dazu schmeißen
  • Step 9 mit 0,5l heißem Wasser löschen und Tomatenzeug dazu kippen
  • Step 10 Je nen halben TL von den anderen Kräutern in den Kopf streuen
  • Step 11 1 EL Gemüsebrühe (instant) dazu
  • Step 12 1 halben TL Zucker auch in den Topf löffeln!
  • Step 13 gute 20min bei moderater Hitze im geschlossenen Topf köcheln lassen
  • Step 14 Mit Salz, Pfeffer und Paprika abschmecken


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.