Szegediner Gulasch

Szegediner Gulasch ist immer eine Mahlzeit wert. Die Entscheidung, was wir denn dieses Wochenende kochen wollen, fiel auf den Szegediner Gulasch. Ausgestattet mit einem Glas Spreewälder Sauerkraut vom letzten Besuch der Eltern sollte dies ein sehr leckeres Essen abgeben. Wir wurden nicht enttäuscht. Im Gegentum – jetzt sitze ich hier nach ausgiebigen Genuß eines Szegediner Gulasch mit dickem Bauch und tippe mir die Kalorien vom Leib.

Die Zutaten

  • ca. 700g Schweinegulasch
  • 600-700g Sauerkraut
  • 2 Zwiebeln
  • 2 Koblauchzehen
  • Kartoffeln
  • 2 TL Kümmel
  • 500ml Gemüsebrühe
  • Öl
  • Salz
  • Pfeffer
  • 1-2TL Paprika edelsüß
  • Vorbereitung:
  • Kochzeit:

Das braucht man

    Szegediner Gulasch

    Szegediner Gulasch

    Step1: (5min)
    Sofern der Gulasch noch als ganzes Stück vorliegt, sollte der Fleischbatzen in mundgerechte Stücke aufgeteilt werden. Dies geschieht bequemerweise mit einem scharfen Messer. Die Zwiebeln und der Knoblauch werden in gewohnter Art und Weise geschält und rigoros zerkleinert, wobei bei den Zwieblen etwas grober vorgegangen werden kann als beim Knoblauch. Letzter kann natürlich auch gepreßt werden. Das Sauerkraut läßt man am besten in einem Sieb abtropfen. Wer mag, kann den Sauerkrautsaft auffangen und trinken. Ich mag das. Es stärkt die Gesichtsmuskeln, wenn man dies unter den Augen von Zuschauern macht. Außerdem dient Sauerkrautsaft hervorragend einer beschleunigten Verdauung. *g*

    Step2: (10min)
    Öl in der Pfanne erhitzen (*) und die Zwiebeln darin andünsten. Das Fleisch dazuwerfen und scharf anbraten. Das bedeutet nicht gleich den Pfeffer und den Paprika in den Topf zu befördern sondern lediglich, das Fleisch bei starker Hitze anzubraten. Wenn der “Saft” fast vollständig hinfortverdunstet ist kommen wir zu Step 3.

    Step3: (30min)
    Mit der Gemüsebrühe “löscht” man das Fleisch und mischt unter die entstehende Suppe den Kümmel und den Knoblauch. Mit Salz (ca. 3 große Prisen) und Pfeffer (ca. 2 große Prisen) sowie dem Paprika würzt man das ganze und läßt diese Vorstufe des Szegediner Gulasch bei mittlerer Hitze ca. 30 min garen.

    Step4: (20min)
    Zuletzt findet das Sauerkraut den Weg in den Topf. Kräftig umgerührt lassen wir das Gemenge nun noch knapp 20min bei leichter Hitze köcheln und erfreuen uns am würzigen Geruch, der durch die Küche schwappt.

    Während Step 3 am köcheln ist, sollte man sich den Kartoffeln widmen und diese schälen. Das dürfte der ideale Zeitpunkt sein, um die Kartoffeln auf den Herd zu bringen, damit diese gleichzeitig wie dem Szegediner Gulasch fertig werden.

    Fazit: Wie gesagt – mein Bauch ist voll. Rappeldickevoll. Mit sehr einfachen Mitteln gelingt dieses Rezept für Szegediner Gulasch immer.

    (*) – Nachem man das Öl in den Topf und diesen auf den Herd gegeben hat, sollte man nicht vergessen, daß der Topf da ist. Ich wurde abgelenkt und durch den unverkennbaren Geruch heißen Öls daran erinnert. Als ich in die Küche kam, stand der Topf in Flammen.

    Yeah! Was für eine Feuersbrunst. In diesem Fall sollte man nicht so wie ich den Topf nehmen und unter Wasser stellen, sondern lediglich einen Topfdeckel auf den Topf geben und den Topf von der heißen Herdplatte nehmen. Ich hatte Glück, daß kaum noch Öl im Topf war. Wenn dem nicht so gewesen wäre, hätte das spritzende Öl sehr üble Verbrennungen hervorrufen können.
    Das war mir noch nie passiert … aber gestaunt habe ich nicht schlecht. Und gelacht – nachdem ich die Brandspuren vom Küchenschrank entfernt hatte.

    PS: Dieses Rezept veröffentlichte ich erstmals 03. November 2011 auf meiner damaligen Seite ichkochwas.de. Und ich glaube sogar noch früher mal auf themenmix.de.

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.