Puten-Curry mit Ananas und Bananen

Hin und wieder neige ich ja zu ungewöhnlichen Kombinationen beim Kochen. Ich erinnere mich da sehr gut an meinen ersten eigenen Versuch, etwas fremdländisches zu kochen. Es ist viele Jahre her, da las ich von einem “Indientopf” und allein die Vorstellung, mit Bananen und Äpfeln zu kochen erschien mir so ungeheuerlich, dass ich nicht umhin kam das Rezept zu kochen. Heute bin ich hinsichtlich kulinarischer Extravaganzen aufgeschlossener! Ein Curry mit Putenfleisch, Ananas und Bananen erscheint mir heute nicht mehr wahnwitzig, sondern vor allem nachahmenswert.

Vor wenigen Tagen war es dann soweit: Ich kochte ein Curry mit Pute, Banane und Ananas. Nicht nur auf mein eigenes Geschmackserlebnis freute ich mich; ich wollte mich auch überraschen lassen, ob meine Kids sich “überwinden” würden. Kinder sind ja mitunter die reinsten Esskulturbanausen, wenn es um neue Erfahrungen für den Gaumen geht.
Was meinst du? Wurde alles aufgegessen? (Pssssssst: ja!)

Die Zutaten

  • 1 Dose/n Ananas
  • 2 Zwiebeln
  • 500 g Putenbrustfilet
  • 3 EL Öl
  • 2 EL Curry
  • 200 ml Hühnerbrühe
  • Salz
  • 2 Bananen
  • Pfeffer
  • Zucker
  • 200 g Crème fraîche
  • Vorbereitung:
  • Kochzeit:
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Puten-Bananen-Ananas-Curry

Puten-Bananen-Ananas-Curry

Wie versprochen – die Zutatenliste für das Puten-Ananas-Bananen-Curry liest sich für einen Uneingeweihten recht merkwürdig. Aber keine Bange, das Essen wird super lecker! Zudem geht’s wirklich schnell.

Beginnen wir mit den leichteren Arbeiten: Zwiebeln schälen, Zwiebeln schneiden und Ananas kosten. Letzteres gelingt nur dadurch, dass du die Dose öffnest. Die geöffnete Ananas-Dose kippst du in ein Küchensieb, welches idealerweise auf einer Schüssel oder einem Topf ruht. Der Sinn hinter dieser Anordnung besteht darin, dass mit dem Kippvorgang sich der Doseninhalt in das Sieb ergießt; das Sieb aber nur die größeren Bestandteile aufnehmen kann und den Rest einfach durchflutschen läßt. In einer Dose ist für gewöhnlich jede Menge Saft/Brühe/Lake enthalten. Eine Ananas-Dose bildet da keine Ausnahme. Wenn du nun die Dose in das Sieb entleerst, findet eine Trennung des Doseninhalts statt: die Ananas-Stücken bleiben im Sieb hängen; der Saft fließt hindurch. Ohne ein geeignetes Auffangbehältnis unterhalb des Siebes würde sich der Saft unvorteilhaft auf dem Boden/Küchentisch ausbreiten. Genau das wäre ziemlich kontraproduktiv: einerseits müssten wir dann erstmal saubermachen und andererseits brauchen wir den Ananassaft zum Kochen! Verzeih mir bitte die lange Herleitung.

Über das “Zwiebelschälen” und Zwiebelschneiden lasse ich mich an dieser Stelle nicht aus. Im Bedarfsfall findest du hier auf ichkochwas.de jede Menge Anleitungen für diesen verkompliziertgeredeten Vorgang.

Wenn du keine Hühnerbrühe im fertigen Zustand hast, setze gleich noch nen Wasserkocher mit Wasser an. Mit dem heißen Wasser und so ein, zwei TL Instant-Hühnerbrühe stellst du nebenbei noch Hühnerbrühe her. Du wirst sie brauchen. Sieh einfach zu, dass du so 200ml zuzüglich dem Trinkbedarf von Kindern herstellst. Kinder wittern Hühnerbrühe auf Kilometer und wollen die haben. Wenn du Kinder hast, mach gleich mehr. 🙂

Das Putenfleisch wird gewaschen und anschließend liebevoll abgetrocknet. Nimm zum Abtrocknen einfach Küchenkrepp – das klappt damit ganz wunderbar. Anschließend schnappst du dir ein Schneidebrett und ein scharfes Kochmesser. Mit dem Messer schneidest du das Putenfleisch in schmale Scheiben. Diese fallen beim genauen Hinsehen einfach um und bieten damit genug Angriffsfläche, um die Scheiben in Streifen zu schneiden. Sind die Streifen mehr als – sagen wir mal – 4cm lang, schneidest du die Streifen nochmal in der Mitte durch. Auf diese Art und Weise entsteht ein ansehnlicher Haufen “Geschnetzeltes”. Je nach Schärfe des Messers gelingt die Schnetzelung des Putenfleischs mehr oder weniger mühelos. Was ich damit schreiben will ist: nimm ein scharfes Messer und du wirst Spaß haben. Ohne scharf, kein Spaß.

In jahrelanger Schnetzelpraxis hat es sich bewährt, das Fleisch mit etwas Mehl zu bestäuben. Das führt dazu, dass a) das Fleisch beim anschließenden Anbraten nicht austrocknet und b) die entstehende Soße damit gleich gebunden wird. Du sparst dir dadurch das umständliche und nervige Andicken der Soße am Ende. Jedenfalls hat das beim Curry-Rezept perfekt funktioniert.

Bevor wir jetzt mit der Braterei und Herstellung des Curry beginnen, setzen wir gleich noch den Reis an. Reis braucht immer kleine Ewigkeiten. Damit das Curry und der Reis nahezu gleichzeitig fertig werden, beginne gleich mit dem Reis! (Hmm – ich wollte gerade nen Crashkurs zum Reiskochen hier einfügen, habe aber gemerkt, dass das zu umfangreich wird, als hier einfach eingeschoben zu werden. Reis kochen ist ja soo erklärungsintensiv!)

Platziere jetzt die Wokpfanne auf dem Herd und kippe das Öl hinein. Indem du den Herd auch einschaltest wird das Öl und die Pfanne drumrum heiß. Wenn das Öl heiß ist, läßt du das vorbereitete Putengeschnetzelte in die Pfanne gleiten. Nicht einfach rein fallen lassen: spritzendes Heißöl ist recht schmerzhaft!

Lass dem Putenfleisch etwas Zeit zum Anbraten. Ich habe oft genug erlebt, wie ständig in der Panne herumgerührt wurde und das Fleisch so gar keine Farbe annehmen konnte. Fleisch braucht Zeit um zu braten! Ein Zuviel an Zeit kann natürlich zum kulinarischen Tod des Fleisches führen, aber ein oder zwei Minuten darfst du dem Putenfleisch ruhig geben. Dann wenden. Wenn das Fleisch bereits bräunliche Farbtöne aufweist, schüttest du das Zwiebelklein dazu und brätst es ein wenig mit an, bis …

… bis die Zwiebeln glasig werden, was nichts anderes bedeutet, dass die Zwiebeln eher “durchsichtig” werden, anstatt … naja … undurchsichtiger halt. Köche sprechen dann vom “glasig” werden. Jetzt kommt der erste kulinarische Höhepunkt des Rezepts: verteile so 2 leicht gehäufte Eßlöffel Currypulver über dem Pfanneninhalt und rühre alles hübsch durch. Nimm die Pfanne dazu nicht vom Herd! Brate Putenfleisch, Zwiebeln und Curry einfach weiter. Das duftet …. echt Hammer!

Nach ein, zwei Bratminuten kippst du den eingangs aufgefangenen Ananassaft in die Pfanne und schüttest so 200ml Hühnerbrühe dazu.
Reduziere jetzt die Energie unter der Pfanne und lasse alles so 5 – 8min köcheln. So genau nehmen wir es mit der Zeit nicht.

Schau mal ob der Reis noch da ist! Der Reis sollte nicht mehr in der Kochphase sein, sondern bereits relativ energielos ziehen!

Koste jetzt, ob die Ananasstückchen noch gut sind. Mangels Wein in diesem Rezept müssen wir mit Ananas vorlieb nehmen. (Übrigens: Ananas-Scheiben sind viel zu groß! Hast du Ananasscheiben so teile sie schnell nochmal in Stückchen!) Schütte die Ananasstückchen in die Pfanne und gib das Creme fraiche dazu. Im Ursprungsrezept war da von 150g die Rede. Mein Becher hatte 250g und ich habe ihn trotzdem komplett reingekippt. Rühre alles vorsichtig herum und lass es leicht einköcheln. Genauer gesagt läßt du das Ganze ein wenig ohne Deckel weiterköcheln.
Würze mit Salz, Pfeffer und so einem halben Teelöffel Zucker(!). Schmecke dabei immer wieder ab, denn ohne Erfahrung ist es besser sich Schritt für Schritt dem richtigen Würzmaß anzunähern als gleich von vornherein das Essen durch übermäßigen Salz- oder Pfeffereinsatz zu versauen.
Die Soße wird dabei immer dicker. Zusammen mit dem zu Beginn mehlgewendeten Putenfleisch wird die Soße absolut reisgerecht. Der letzte Kick sind dann die Bananen ….

.. die du schälst (wer hätte das an dieser Stelle erwartet?), in schmale Scheiben schneidest und in die Pfanne “streust”. Vorsichtig mischt du den ganzen Pfanneninhalt nochmal durch. Du wirst feststellen, dass die Soße ziemlich dickflüssig ist. Erscheint sie dir zu dünn, hilf ein wenig mit Soßenbinder oder Mehl nach. Ich habe das nicht gebraucht – die Soße war perfekt.

Idealerweise vergehen jetzt nicht mehr als 5min bis der Reis fertig ist. Den Reis als Häufchen auf einem Teller anrichten und die Soße drumherum verteilen. Sieht gut aus und …. servieren! (Und mach es bitte nicht so wie ich: vergiß das Foto! – Also mach ein Foto und esse dann und wenn es dir geschmeckt hat, schicke mir das Foto.)

Essen ist fertig!

Ich war überrascht wie gut das Curry geschmeckt hat. Zum “hineinlegen”! Sogar den Kindern hat es gemundet.
“Die Bananen schmecken interessant.”
“Die Ananas schmeckt interessant.”
“Ich will nur Reis und Ketchup.”
Naja – alles kann man es fast nie Recht machen. 🙂 Aber den “Großen” hat das Puten-Bananen-Curry mit Ananas hervorragend geschmeckt.

PS: Das Rezept “Puten-Curry mit Ananas und Bananen” wurde ursprünglich von mir am 20.02.2012 auf ichkochwas.de veröffentlicht.

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