Den Instant Pot für den Ersteinsatz vorbereiten

Den Instant Pot für den Ersteinsatz vorbereiten

Um das Vergnügen, die Kiste mit dem Instant Pot aufzureißen und selbigen ans Tageslicht zu befördern, wurde ich gebracht, weil ich nicht daheim war, als UPS kam. Vielmehr saß der IP geduldig neben der Küchenmaschine. Oder steht ein Instant Pot? Egal. Mit ziemlicher Ehrfurcht starrte ich den Topf an und versuchte, das Gefühl von Neugier und die Freude auf kommendes in den Griff zu kriegen. Nach ein, zwei Minuten war ich soweit und … öffnete den Instant Pot.

Ich tat dies ohne einen einzigen Blick ins Handbuch geworfen zu haben. Mit der Intuition eines erfahrenen Schnellkochtopf-Dompteurs korrigierte ich kurz die zunächst falsche Drehrichtung des Deckels und hob den Deckel locker flockig vom Topf. Das ging sehr einfach vonstatten. Der Deckel des Instant Pots verfügt über einen sehr griffigen Griff, der gut in meine Hand passt. Die Drehbewegung entgegen dem Uhrzeigersinn geht flüssig vor sich. Das Gewicht des Deckels ist vorhanden, aber kein Ersatz für Hanteltraining (was ich nicht mache!).

Aus dem Instant Pot quoll Folie, in welche diverse Sachen eingepackt waren. Das Handbuch könnte da auch drin gewesen sein. Doch das kann ich nicht bestätigen, weil ich es bereits etwas abseits in der Küche fand. Es gibt noch ein zweites Büchlein, welches 30 Rezepte (ich habe nachgezählt; zwei mal!) u.a. auch in deutscher Sprache enthält. Darunter sind beispielweise “Chili aus roten Linsen”,”Marrokanisches Lamm-Tajine” und “Rübenkuchen”. Außerdem beinhaltet das Rezeptbuch eine Gartabelle, wie sie halt zu einem Schnellkochtopf gehört. Weiterhin lag noch eine Art Quickreference mit einer Beschreibung des Displays und einigen Tastenfolgen dabei. Leider nicht in deutsch, sondern in englisch, französisch, irgendeinem Dialekt asiatischer Ureinwohner sowie in spanisch (oder portugisisch?). Ich habe versucht letzteres zu lesen, aber es klang nur wie der Name eines fremden Vogels.

Der Druckregler des Instant Pot
Der Druckregler des Instant Pot – unter Blitzlichteinwirkung sind die Stellungen “Sealing” (Dichtung) und “Venting” (Entlüften) gut zu erkennen.

Aus dem Topfinneren barg ich noch einen Kochlöffel und einen Soßenloffel – beides aus Plastik. Wiederum separat ein Cup – ebenfalls Plastik. Und noch einmal einzeln verpackt kam ein Plastikbecherchen zum Vorschein, welches ich als den Auffangbehälter für das Tropfwasser identifizierte. Ich drehte den Instant Pot, um an die Rückseite zu kommen und nachdem ich von unten an den oberen Rand des Topfes geschaut hatte, fand ich die Stelle, an der ich das Becherchen einstöpseln musste. Mit ein wenig Druck und Wackelei geht das sehr einfach. Fehlt noch was? Ach ja – ein kleiner niedlicher Einsatz kam noch zum Vorschein, den man in den Instant Pot stellen kann, um darauf Futter oder Gläser zu drappieren, damit diese keinen Kontakt zum Topfboden haben.

Zwei Stromkabel liegen ebenfalls im Topf: eines mit deutschem und eines mit britischem Stecker. Ich muss mir also keinen Adapter besorgen!

Zu allerletzt nahm ich den Innentopf heraus. Das ist der Kochbehälter, in welchem man mit dem Instant Pot kocht. Ist der Innentopf herausgenommen, kann man einen Blick ins Innere des Instant Pot riskieren, doch der ist ziemlich unspektakulär.

Da ich den Abend gleich kochen wollte, habe ich den Innentopf mit heißem Wasser ausgespült und gut abgetrocknet. Wenig später fand ich das Vorgehen durch einen Blick ins Handbuch bestätigt. Bis hierhin bin ich mühelos allein gekommen.
Nun aber schnappte ich mir das Handbuch und begann zu lesen …

Sehr witzig sind zum Beispiel die Sicherheitshinweise. Es wird in Großbuchstaben und Fettschrift empfohlen, ALLE ANWEISUNGEN ZU LESEN. Hin und wieder musste ich kichern, weil echt darauf hingewiesen wird, dass der Instant Pot geeignet ist, um u.a. in Gutshäusern und Frühstückspensionen eingesetzt zu werden. Außerdem dürfen gebrechliche Menschen elektrische Geräte nicht verwenden. Prima – ich bin (noch) weit davon entfernt, gebrechlich zu wirken. Ganz wichtig ist auch der Hinweis, den Instant Pot den Kindern nicht zum Spielen zu geben. Die dürfen das nämlich nicht! Abgerundet wird die Sicherheitsbelehrung mit folgendem Hinweis:

Aus Sicherheitsgründen ist das Gerät mit einem kurzen Netzkabel versehen, wodurch die Wahrscheinlichkeit, dass Sie sich darin verfangen oder darüber stolpern, reduziert wird.

Die Entwickler haben mitgedacht.

Als nächstes habe ich den Deckel inspiziert. Laut Handbuch lässt sich die Ventilabdeckung abnehmen. Ich knubbelte die ab, woraufhin der Ventilstift mit einem leisen “Huch!” aus dem Topf zu Boden fiel und sich verkrümeln wollte. Ich fing ihn schnell wieder ein, steckte ihn durch das entstandene Deckelloch und knubbelte die Ventilkappe wieder drauf. Das ist wirklich ganz einfach. Im Handbuch steht, dass diese Aktion nicht erforderlich ist. Ich hab’s trotzdem gemacht, nur um zu sehen, dass ich’s machen kann.

Anschließend muss man den Dichtungsring prüfen. Kein Schnellkochtopf funktioniert ohne Dichtungsring. Warum das so ist, habe ich in dem Artikel erklärt, der sich mit der Schnellkochtopf-Inkontinenz beschäftigt. Das Handbuch schlägt vor, einmal den Dichtungsring herauszupuhlen und wieder einzulegen. Das funktioniert ganz ähnlich zum Fahrradschlauch und wer hierbei Erfahrungen hat, wird die Sache mit dem Dichtungsring aufs einfachste meistern.

Eigentlich war ich damit durch die Vorbereitungstätigkeiten durch. Sehr übersichtlich diese “Inbetriebnahme”. Ich übte noch einmal meine Handlungsweise beim Öffnen und Schließen des Deckels. Sie entsprach haargenau der empfohlenen Vorgehensweise im Handbuch.

Der Deckel hat noch so einen klapprigen Stecker/Stöpsel. Das musste der Druckregler sein. Es handelt sich dabei quasi um einen “digitalen Druckregler” – er kennt genau zwei Positionen: Dampf und kein Dampf; bzw. “sealing” und “venting”. Letztere ist auch die Option, um den Instant Pot abzudampfen. Mir fielen erst später die schwarzen Symbole auf schwarzem Grund auf, welche die beiden möglichen Positionen beschrieben. Wenn der Druckregler “nach außen” zeigt, ist das der Druckmodus. Dreht man ihn “zu sich” rückt der Stöpsel ein wenig nach oben – er hebt sich und gibt so vermutlich genug Raum frei, damit Dampf und Druck das Weite suchen können.

Abschließend nahm ich das Stromkabel und schloß den Instant Post an die örtliche Stromversorgung an. Das Display erwachte mit einem roten, selbstbewußten “OFF“.

Der Instant Pot war einsatzbereit.

Fazit: Der Instant Pot lässt sich schnell und einfach einsetzen. Es gibt nur wenige Tätigkeiten, die man machen muss, damit das Teil startklar ist. Das Handbuch widmet ein eigenes, kurzes  Kapitel den ausreichend beschriebenen Startvorbereitungen. Damit kommt jeder Laie klar und dient sicher auch dazu, die Scheu vor dem “Monster” Instant Pot zu nehmen.

PS: Ich werde noch Bilderchen von den Teilen machen und hier reinstellen …



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