Ein Schnellkochtopf explodiert?

Hilfe – mein Schnellkochtopf ist explodiert.

Nein – keine Bange. Mein Fissler Vitavit erfreut sich noch bester Gesundheit Funktionalität. Aber wenn man vielen Mitmenschen so zuhört wenn es um das Thema Schnellkochtopf geht, dann ist der obige Satz wohl das Schreckensszenario schlechthin. Immerhin ist dieser Schnellkochtopf die reinste Höllenmaschine. Steht da normalerweise auf dem Herd und pfeifft und zischt wie ein schlechtgölter Düsenjet. Ich kenne wenige Menschen, die Düsenflugzeuge in der Küche attraktiv finden.
Das ein Schnellkochtopf Krach macht ist erwiesen. Das ein Schnellkochtopf in die Luft fliegen kann – auch. Aber … und jetzt kommt’s … ein Schnellkochtopf fliegt nicht so mir nicht dir nicht in der Küche herum, sondern kann dies nur im Falle grober Fahrlässigkeit des Kochs umsetzen.

Was passiert, wenn ein Schnellkochtopf explodiert?

Ist hier ein Schnellkochtopf explodiert?

Ist hier ein Schnellkochtopf explodiert? – Justus Gustav van Bentum (Leiden 1670–1727); Bild: Chemical Heritage Foundation

Hier muss ich zunächst einmal einen verbreiteten Irrtum aufklären: Schnellkochtöpfe explodieren nicht häufig – sie tun das im Gegenteil nur sehr, sehr selten. So selten, dass ich vergeblich nach einem dokumentierten Fall einer Schnellkochtopf-Explosion gefahndet habe. Wenn etwas explodiert, dann zerfetzt es regelrecht das Gefäß, in welchem das explosive Gemisch wohnt. Ein Schnellkochtopf bildet da keine Ausnahme, ist er doch auch ein Gefäß. Soweit so gut. Damit hat sich der explosive Stoff auch schon erledigt und wir kommen zu einem weit häufigeren unangenehmen Thema. Wobei „häufiger“ in Relation zu sehr, sehr selten immer noch sehr selten ist!

Was also noch passieren kann ist folgendes: der Schnellkochtopfdeckel springt vom Topf und Ihr Essen wird spontan an der Küchendecke serviert. Was Sie dann daraus machen ist Ihre Sache. Es gibt nicht viele Menschen, die Essen an der Decke (oder Dunstabzugshaube) kulinarisch anregend finden.

Die Ursache, daß der Topfinhalt gegen die Decke schießt, ist folgende: durch den Überdruck in einem Schnellkochtopf liegt der Siedepunkt ein paar Grad über dem bei normalem Atmosphärendruck. Springt nun der Deckel, aus was für Gründen auch immer, vom Topf, herrscht plötzlich über dem Essen Normaldruck und die Temperatur des Topfinhalts liegt ein paar Grad über dem Siedepunkt für diesen Druck. Das hat zur Folge, daß sehr schnell sehr viel von der Flüssigkeit im Topf gasförmig wird. Das ist mit einer großen Volumenzunahme verbunden. Die sich bildende Gasblase reißt und schiebt die festen und noch flüssigen Bestandteile mit. Weil nach unten und ringsherum der Topf den Weg versperrt, startet das Essen gen Himmel.
Der Prozeß nennt sich Siedeverzug (das Sieden setzt verzögert ein, dadurch ist Energie angestaut, die schlagartig freigesetzt wird).

Klingt total plausibel, nicht? Ich weiß nicht mehr, wo ich diese Erklärung des Siedeverzug gefunden habe, aber sie erklärt genau was passiert wenn Sie den Schnellkochtopf unter Druck öffnen. Es klingt zugegebenermaßen ziemlich spannend, zählt aber meiner Meinung nach zu den Experimenten, die man nicht so gern selbst durchführt.

Damit hätten wir das Theme abgehandelt. Wenn im folgenden noch von „explodieren“ die Schreibe ist, wissen Sie das nun einzuordnen und zu relativieren.

Welche Fehler können denn dazu führen, dass ein Schnellkochtopf explodiert?

Der einfachste Weg einen Schnellkochtopf explodieren zu lassen ist, den Deckel nicht korrekt zu schließen. Allerdings will mir einfach nicht in den Kopf wie das gehen soll. So einen Schnellkochtopf zu schließen ist wahrlich kein Buch mit sieben Siegeln. Der Deckel rastet bei vielen Schnellkochtöpfen mit einem selbstbewußten Klacken ein. Kein Klacken – Schnellkochtopf nicht geschlossen. Neben diesem aktustischen Feedback gibt es noch visuelle Kontrollmöglichkeiten. Oftmals haben Schnellkochtopf und Schnellkochtopfdeckel Griffe. Das hat sich so durchgesetzt. Vielleicht weil frühe Schnellkochtopferfinder sich immer die Flossen an dem Teil verbrannt haben. Wer weiß … Wenn man den Schnellkochtopf schließt, dann führt diese Schließbewegung dazu, dass die Griffe von Topf und Deckel letztlich übereinander liegen. Tun sie das nicht, ist der Schnellkochtopf nicht geschlossen.  Total einfach! Genauso einfach sollte dieses Schließen vonstatten gehen. Wenn Sie den Deckel partout nicht auf den Schnellkochtopf bekommen wollen, wenn Sie bereits an die Anwendung roher Gewalt denken – dann halten Sie inne und prüfen Sie, ob Sie den Deckel nicht vielleicht verkanten. In seltenen Fällen können Sie den Deckel sogar versuchen, verkehrt herum auf den Schnellkochtopf zu arretieren. (Mehr Informationen zu diesem brisanten Thema finden Sie in meinem Artikel: Schließen eines Schnellkochtopfs)

Eine weitere Möglichkeit Ihren Schnellkochtopf über kurz oder lang ins kulinarische Nirwana zu schicken ist: mangelnde Pflege. Da dieses Thema noch Stoff für einen separaten Artikel liefert, werde ich nur kurz auf einen wesentlichen Punkt eingehen.

Das Überdruckventil gehört zweifellos zu den Hauptsicherheitsmerkmalen eines Schnellkochtopfs. Wenn im Inneren die Hölle an Druck erzeugt wird, sorgt das Überdruckventil vom Schnellkochtopf dafür, dass der Druck nicht zu übermächtig wird.
Wenn ein Schnellkochtopf so richtig am arbeiten ist, dann dauert es erstmal ein wenig bis genügend Energie im Topf steckt. Der Inhalt wird erhitzt, die Hitze kann nirgendwo hin und so baut sich Druck im Inneren des Schnellkochtopf auf. Dieser Druck führt nach einiger Zeit zum absoluten Schließen des Schnellkochtopfs. Man bemerkt dies ganz einfach: Anfangs zischelt der Schnellkochtopf noch herum und plötzlich wirds still. Der Schnellkochtopf ist für kurze Zeit sprachlos. Ein Stöpsel erscheint da wo das Ventil ist und schiebt sich immer weiter nach oben. Wenn der maximale Hubraum erreicht ist – was gleichbedeutend mit Überdruck ist – öffnet sich das Überdruckventil und der überschüssige Druck entweicht.

explodierter Schnellkochtopf sorgt für Krater?

Es ist eher seltener, dass eine Schnellkochtopf-Explosion eine derartige Wirkung erzielt.

Ist das Überdruckventil defekt oder einfach nur versifft und dreckig, weiß das Ventil u.U. nicht, was Überdruck ist und wundert sich nur still und leise über den mächtigen Druck, denkt aber nicht im Leben daran etwas dagegen zu unternehmen. Diese Ignoranz kann in seltensten Fällen dazu führen, dass der Schnellkochtopf explodiert. Dazu muss er aber kleine Ewigkeiten unter Volllast laufen. Diese Ewigkeit ist auf jeden Fall länger, als Sie das nagende Hungergefühl ignorieren können. Außerdem wirft sich das Sicherheitsventil des Schnellkochtopfs helfend in die Bresche.

Moderne Schnellkochtöpfe verfügen über ein drei- bis fünfstufiges Sicherheitssystem. Eine Stufe ist das Überdruckventil.

Was haben wir heute gelernt:

  1. Ein Schnellkochtopf explodiert nicht.
  2. Maximal kommt es zu Siedeverzug (Ihr Schnellkochtopfessen legt einen Raketenstart hin.)
  3. Punkt 1 und 2 sind sehr selten oder nur durch fahrlässige Unachtsamkeit bzw. Dummheit zu schaffen.
  4. Schnellkochtöpfe haben mehrstufige Sicherheitssystem, welches vor leichten Dummheiten schützt.

Aus sicherheitstechnischer Sicht spricht gar nichts gegen die Nutzung eines Schnellkochtopfs in Ihrer Küche.

Überzeugt?

Bei  Amazon gibt es immer wieder sehr günstige Schnellkochöpfe von bekannten Marken wie WMF, Fissler, Silit oder BEEM.

20 Antworten

  1. Schuldt sagt:

    Zur Info: SKT´s können durchaus explodieren und zu meinen damals ein- bis zweigradigen Verbrennungen führen. Mein SKT war nicht irgend ein altes Produkt, wie es im vorherigen Kommentar stand. Es handelte sich, wie bereits erwähnt, um ein SKT von WMF – das damalige neue Produkt mit dem Seriennamen : Perfect! Zwischenzeitlich habe ich für die Verletzungen auch eine Entschädigung von WMF erhalten.

  2. Jörg Dutschke sagt:

    Vielen Dank, Bernd, für deinen anschaulichen Kommentar! Ich denke, dass damit noch ein Stückchen weiter die Angst vor dem Schnellkochtopf-Gau genommen wird. 🙂

  3. Bernd sagt:

    Der Artikel beschreibt sehr anschaulich, dass ein SKT ohne grob fahrlässiges Verhalten niemals zur Gefahr werden kann. Es ist ungefähr so, als wären die Sicherheitseinrichtungen in einem Auto schlecht, nur weil man theorethisch bei 180km/h das Auto verlassen kann.
    Die beschriebenen Unfälle beziehen sich alle auf alte SKts oder Randmodelle. Heutige SKTs z.B. von Fissler haben völlig andere und ausgereifte Sicherheitsmechanismen, die.mit denen alte Modelle in keinster Weise vergleichbar sind. Wie eben auch in Autos. Früher ohne Kopfstützen, Airbags und 3-Punkt-Gurte war das Fahren auch gefährlich.
    Ein moderner vitavit® Schnellkochtopf von Fissler läßt eine Fehlbedienung praktisch nicht zu. Er läßt sich weder unter Druck öffnen, noch baut der Druck auf, wenn der Deckel nicht richtig verschlossen ist. Der stabile, schwere Topf hält auch Drücken stand, die man mit der Energie eines normalen Herdes nicht erreicht. Die Zündtemperatur von Öl in der Pfanne erreicht man hingegen locker, nur darüber macht sich niemand Gedanken und rät vom Pfannen Kauf ab.
    Fazit: Der Schnellkochtopf ist ein absolut sicheres Kochgerät. Allerdings sollte man sich nicht unbedingt auf Qualität aus Fernost verlassen, sondern besser zu einem deutschen Markenprodukt greifen. In

  4. H-Peter sagt:

    Linsen sollten nicht im Schnellkochtopf zubereitet werden, da sie Zerkochen können und mit dem spitzenden Brei die Sicherheitsventile blockieren! (steht auch in meiner alten Bedienungsanleitung)

  5. Bernd sagt:

    Moin moin aus dem Norden !

    Also ein Schnellkochtopf ist bei mir in der Küche bislang noch nicht explodiert, aber ich kann das mit den Verbrennungen 2.Grades nachvollziehen !
    Ist mir genau wie beschrieben mit einem BEKA 4,5l Topf vor sehr langer Zeit in 1995 passiert. Ventil und Dichtung okay, Betrieb so ca. 3-4 Jahre vorher auch kein Problem. Fakt war, daß alles genau nach planmäßigem Abdampfen lief, nur eben nicht vollständig. Es war Restdruck im Topf, der auch mir den linken Arm verbrühte und ich hatte höllische Schmerzen über Tage !
    Nichtsdestotrotz habe ich nach der Ursache geforscht und die Suche hatte Erfolg. Das Ventil war aus 2 unterschiedlichen Aluminiumlegierungen zusammengebaut. Durch meine stete Reinigung in der Spülmaschine hatten sich Oxyde, also Kristalle, zwischen dem Ventilstift und der Führung angelagert, die das Ventil schließlich blockierten. Ergebnis: Topf unter vollem Druck manuell geöffnet, im Glauben, er sei drucklos !
    Das Gleiche ist mir in ähnlicher Form, jedoch ohne Verletzung, im Jahre 2013 mit einem 2006er BEKA Topf nochmal passiert, jedoch war hier die Kombination Ventil / Ventilstift nicht durch die Kristalle blockiert, sondern es war schlicht verkantet, da sich die Ventilführung nach vielleicht 100 Kochzyklen oval verformt hatte. Ergebnis war einfach nur eine Putzaktion von einigen Stunden, und Glück im Unglück: Es war nur fettfreie Gemüsebrühe im Topf !

    Zu Guter Letzt hatte ich dann noch einen Schnellko der Marke Tischfein (WMF) , da bahnten sich ähnliche Probleme wie oben an, wobei ich sagen muß, dieser Topf war auch schon aus den frühen 90ern, nur hatte sich hier die Verbindung zwischen Ventilsitz und dem Deckel irgendwie gelöst, es hatte sich der Ventileinsatz im Deckel nach außen verändert, und der der rote Anzeigestift hatte weniger Druck angezeigt als drin war. Glück gehabt in sofern !

    Mein Fazit:

    Immer wieder Schnellko, es gibt nunmal keine harten Rouladen, hartes Gulasch und auch keine Hühnerbrühe in 45 min. ohne diese Erfindung ! Oder man schmort alles geschmacklich zu Tode.

    Meine Empfehlung jedenfalls ist, kauft euch vernünftiges Markenwerkzeug, Finger weg von diesen Billigangeboten, die teils sogar ehemals bekannte Namen (BEKA, …….) aufweisen, denn das ist in der Regel Plunder aus Fernost, dto. der Schrott vom Discounter, sieht toll aus, funktioniert vielleicht 2 Jahre, dann ab in die Schrottkiste.

    Meine Empfehlung:

    Fissler aus Deutschland / Rheinland Pfalz ! Die bauen seit über 50 Jahren Schnellko’s, wie unsere Oma’s und Mütter sie noch kannten, und da bekommt man auch noch Service und Ersatzteile problemlos nach Jahren.

    WMF hat bei mir durch die Marke Tischfein zwar gepunktet, es gab auch immer eine Ersatzdichtung zu kaufen, aber ändert nichts an der Tatsache, daß das Teil auch fast zum Fiasko wurde.

    Und wer nun garnicht auf deutsche Wertarbeit steht, es gibt noch eine schwedische Alternative (Name vergessen), die mit der blauen Krone oder so, nur damit habe ich keine Erfahrung und ist auch von den Größen her eher was für Restaurants.

    Viele Grüße aus SH

    Bernd

  6. Schnellkochtopf Opfer sagt:

    Der gute alte Schnellkochtopf,

    Mir wär so ein Teil (Marke Unbekannt, alt jedenfalls) letztens auch fast um die Ohren geflogen. Hatte wohl zuviel Druck im guten alten DDK, obwohl ich ihn mit niedriger Stufe befeuerte. Letztlich hat wohl die Dichtung versagt, oder war es doch ein Sicherheitsventil? Auf einmal hats kurz geknallt, dann laut gezischt wie blöd, eine Dampfwolke bildete sich und ich, völlig benommen, auf schnellstem Weg zur Haustür.

    Puh, das war kein Spaß. Ich habe großen Respekt vor dem DDK.

  7. Schuldt sagt:

    Hallo, mir ist vor genau einem Jahr ein Verbrennungsunfall ersten und zweiten Grades an meinem linken Arm mit meinem WMF Schnellkochtopf Perfect passiert. Ich kochte damit Linsensuppe. Nach einer gewissen Zeit habe ich die Kochplatte ausgeschaltet; das Sicherheitsventil war wieder gesunken, welches ein Zeichen dafür ist, dass sich normalerweise kein Dampf mehr im Schnellkochtopf befindet. Dementsprechend öffnete ich den zweiten Sicherheitsriegel am Topfgriff. Es gab weder mehr noch weniger Druck als sonst beim Öffnen dieses Sicherheitsriegel. Normalerweise hâtte dieser auch nicht geöffnen werden können, solange sich Dampf im Schnellkochtopf befindet. Dadurch, dass beide Sicherheitsvorkehrungen mir Anzeichen gaben, dass sich im Schnellkochtopf kein Dampf mehr befand, schob ich also den Topfdeckel leicht nach rechts, um den Deckel abzunehmen. Zu diesem Augenblick flog der Deckel mit aller Kraft durch die Gegend. Sehr heisser Dampf kam auf meinem linken Arm wo ich dadurch Verbrennungen ersten und zweiten Grades erhielt. Die beiden Sicherheitsvorkehrungen dieses Schnellkochtopfes funktionierten überhaupt nicht. Der ganze Dampf befand sich noch im Schnellkochtopf und ich konnte mit derselben Leichtigkeit wie immer den Topf öffnen. Ist Ihnen so etwas auch schon passiert oder haben sie von einem solchen Fall gehört? Vielen Dank für Ihre Reaktionen.

  8. Stefan sagt:

    Hallo Eugen, Hallo Jörg,

    auch ich wünsche niemandem, sich mit kochendheißem Topfinhalt zu verbrühen. Dass man davon erhebliche Verletzungen davontragen kann, glaube ich sofort. Ich wünsche Ihrer Mutter Gute Besserung!

    Aber auch bei dem Fall könnte es sich erst mal „nur“ um das oben beschriebene Phänomen des Siedeverzugs handeln. Ist der Topf gerissen oder hat sich „nur“ der Deckel gelöst?
    Bei einer richtigen Topfexplosion bestünde zusätzlich zur Verbrühungsgefahr noch Gefahr durch umherfliegende Metallteile.

    MfG
    Stefan

  9. Schnellkochtopfkoch sagt:

    Hallo Eugen,
    das mit deiner Mutter tut mir sehr leid und ich wünsche ihr gute Genesung!
    Darf ich frage, mit welchem Schnellkochtopf das Ganze passiert ist?

  10. Eugen sagt:

    Dass Schnellkochtöpfe nicht explodieren ist ein Mythos. Gerade heute ist es passiert, meine Mutter liegt mit Verbrennungen 2ten Grades im Krankenhaus.
    Also bitte nicht schreiben wovon Sie keine Ahnung haben.

  11. Schnellkochtopfkoch sagt:

    Hallo Robert,
    tut mir leid, dass deiner Frau der Schnellkochtopf um die Ohren fliegen musste. Das allein ein defekter Dichtungsgummi daran Schuld sein soll, möchte ich bezweifeln. Daran fehlt mir der Glaube. Wenn der Dichtungsgummi „undicht“ ist, dann entweicht überschüssiger Druck durch die Lücken. Das macht richtig Lärm. Das dann aber noch der Deckel wegfliegt(?) erfordert bei richtiger Bauweise des SKTs aber trotzdem enorm viel Druck. Ich kenn‘ das spezielle Model nicht, würde mir aber gern mal einen ansehen (aber nicht benutzen).

    Mit meinem Fissler musste ich diese Erfahrungen glücklicherweise noch nicht machen. Und hoffentlich bleibt das auch so. 🙂

    Und: bald ist Weihnachten! Auch wenn der Schnellkochtopf nach wie vor als Geschenk verpönt ist (warum eigentlich?), wäre ein nigelnagelneuer Fissler sicher eine tolle Gabe. Natürlich nur mit dem Buch zu dieser Seite als „Beigabe“. 😀

  12. Robert sagt:

    Habe auch einen Schnellkochtopf von Aldi Marke: BRK ca. 2 jahre alt. Meiner Frau ist daselbe wie Weiss Karlheinz passiert. Sie kocht aber schon Jahre mit einem Schnellkochtopf. Vorher Fissler. Also kann man sagen, dass eine gewisse Erfahrung vorliegt. Anruf beim Kundendienst ergab, dass wahrscheinlich der Dichtgummi defekt sei. Man sollte ihn auswechseln. Der Dichtgummi war aber meiner Meinung nach in Ordnung, da der Topf nur im Winter in Betrieb ist und der Gummi fast neuwertig war. Ich habe Ihn trotzdem gewechselt. Der erste Kundendienstmitarbeiter wollte mir sofort einen neuen Schnellkochtopf zusenden. Aber 1 Tag später rief eine Dame an, daß es keinen neuen Topf gibt und sollte es noch mal passieren, dann könnte man vielleicht über einen neuen Schnellkochtopf reden. Wenn man dann 2 mal die Küche gesäubert und renoviert hat !!!!!!!
    Ich werde zukünftig keinen Schnellkochtopf mehr von BRK(ALDI) kaufen, also nur mehr Markentöpfe(Fissler usw.) wie früher auch.

  13. Schnellkochtopfkoch sagt:

    Hi Gabi,
    vielen Dank für deinen netten Kommentar. Ja – ich frage mich auch immer wieder, wie es Menschen schaffen einen Schnellkochtopf zu solchen Sauereien zu überreden. Ist mir ein Rätsel! Und – ehrlich gesagt – ist es mir auch lieber, wenn es ein Rätsel bleibt. 🙂
    Liebe Grüße vom Bodensee
    Jörg

  14. gafi1 sagt:

    Ich verwende meinen Fissler Schnellkochtopf auch sehr gerne. Meiner Mama ist mal vor vielen Jahren etwas mit ihrem damaligen Schnellkochtopf passiert, aber frag mich nicht wie das genau vonstatten ging ?! Die ganze Tomatensuppe war an der Küchenwand verteilt. Trotzdem nimmt meine Mama genauso wie auch ich, heute noch gerne einen Schnellkochtopf für bestimmt Speisen zum Kochen her ;). lg Gabi

  15. Stefan sagt:

    Hallo,

    für mich, der durch den obenstehenden Artikel gerade erst von dem Phänomen erfahren hat und es voll faszinierend findet, klingt der Fall von Karlheinz doch genau wie das Phänomen des Siedeverzugs, nur dass dabei wohl noch der Topf vom Herd gefallen ist. Wenn der Topf nicht zerfetzt ist, würde ich es jedenfalls nicht als Topfexplosion bezeichnen.
    Wahrscheinlich hat sich einfach, während der Topfinhalt unter Überdruck stand und auf über 100°C erhitzt war, der Deckel abgehoben, das Wasser darin verdampfte, der Topfinhalt trat aus und der Topf fiel vom Herd (wobei der Topf durch das Austreten des Inhalts quasi durch ein Raketentriebwerk bewegt wurde). Ursache könnte ein Defekt des Topfes oder falsches Schließen gewesen sein.
    War der Deckel nachher noch auf dem Topf und der Inhalt ist über die Delle im Deckelrand entwichen, oder hatte sich der Deckel vom Topf gelöst?

    Um eine echte Topfexplosion zu erzielen, müsste man die Ventile wahrscheinlich verschweißen, vielleicht müsste man sogar den Deckel auf dem Topf festschweißen. So könnte man wahrscheinlich tatsächlich erreichen, dass der Topf zerfetzt.

    MfG
    Stefan

  16. Schnellkochtopfkoch sagt:

    Hallo Karlheinz,
    das ist wirklich das erste Mal das ich so von einem derartigen Fall lese. Hammerhart. Ich bin froh zu lesen, dass niemand zu Schaden kam dabei. Muss mich bei Gelegenheit mal mit der Aldi-Marke auseinandersetzen.

  17. Hallo,
    nur zur Info.
    heute ist meiner Frau ein Schnellkochtopf Marke BRK von Aldi ca. 2Jahre alt um die Küche geflogen man kann auch sagen explodiert. Der Topf lag auf dem Boden, die ganze Küche aber wirklich gleichmäßig mit einem Fett-Schleier überzogen incl.Suppengrünschnipsel. Zum Glück war zum Zeitpunkt keiner in der Küche. 3 Explosionen wurden gehört.
    Hab gerade den Topf kontrolliert, außer einer Delle am Deckelrand nichts zu sehen.
    Dies nur zur Info.

  18. Wunderbar, was man bei Ihnen alles über Schnellkochtöpfe erfährt. Die paar Rechtscheibefehler noch getilgt und der Artikel wäre nahezu perfekt. Ist ja auch blöd geregelt in der deutschen Sprache mit dem einfachen S, dem doppelten „SS“ sowie dem sz = ß, das viele Anwender für abgeschafft halten. Auch wenn man Maße und Masse heute nicht mehr unterscheidet, sollte man sich doch über die Konjunktionen, den sogenannten Bindewörtern, mit denen man Nebensätze an Hauptsätze anbindet, im Klaren sein. Ein Relativpronomen dass gibt es m.W. auch heute noch nicht. Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, ich meine es ja bestimmt nicht böse. Es stört mich halt ein wenig, wenn ich so einen hervorragenden Inhalt lese und mir dann hier und da sagen muß, egal, ich weiß ja, was gemeint ist. Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

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