Die Leiche im Schnellkochtopf

Die Leiche im Schnellkochtopf

Das nenne ich mal eine abschließende Nutzung des Schnellkochtopfs: Alkalische Hydrolyse
Wikipedia meint dazu:

Die Leiche wird in einem Druckbehälter aus Edelstahl bei Temperaturen von 150 bis 160 °C in Kalilauge binnen weniger Stunden zersetzt. Im Behälter baut sich dabei ein Druck auf, der ein vorzeitiges Sieden der Lauge bei niedrigeren Temperaturen verhindern soll. Die erhöhte Temperatur beschleunigt die Verseifung der Körperfette (Hydrolyse). Abgesehen von wenigen Knochenresten (Calciumphosphat) bleibt dabei nur eine braune dickflüssige Flüssigkeit übrig. Die besteht nach Herstellerangaben im wesentlichen aus Aminosäuren, kurzen Peptiden, Zucker und Salzen. DNA soll die Flüssigkeit dagegen nicht mehr enthalten. Das Verfahren soll sich durch eine hohe Umweltfreundlichkeit auszeichnen.

Anders ausgedrückt: Eine Leiche, im Schnellkochtopf zubereitet, hinterläßt nichts anderes als eine Soße.

Oder – wie es Berlin Online so trefflich umschreibt:

Im Nützlichkeitsdenken eher übertrieben wirkt eine weitere Art der Nassbestattung, die in den Bundesstaaten Minnesota und New Hampshire gebräuchlich ist: die alkalische Hydrolyse, auch Resomation genannt. Die Schnellkochtopf-Methode funktioniert so: Der Leichnam wird in einem Druckbehälter aus Edelstahl bei einer Temperatur um die 150 Grad in Kalilauge aufgelöst. Übrig bleiben bloß minimale Knochenreste und ein brauner, dickflüssiger Rest aus Aminosäuren, Peptiden, Salzen und Zucker. So nimmt mancher, dem der Gedanke an eine aufwändige Beisetzung schon zu Lebzeiten ein Gräuel ist, den bescheidenen Weg des Goldfischs und macht durch den Abfluss den Abgang. Ein letztes Rauschen, dann ist alles vorbei.

Ich würde jedoch sagen, dass sich dieses “Rezept für den Schnellkochtopf” nicht im Alltag durchsetzen wird. Oder zumindest nicht im Haushalt. 🙂



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